Die Äußerungen von Prüsse und Drabig sagen viel über die Rolle der Dortmunder SPD im Ruhrgebiet und wenig über grüne Politik.

Zu den Äußerungen der Dortmunder SPD, die GRÜNEN in Dortmund hätten den Ankauf von 51% am Energieerzeuger EVONIK Steag verhindern wollen, erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der GRÜNEN NRW und Dortmunder Landtagsabgeordnete Daniela Schneckenburger:

„Die Dortmunder SPD-Fraktion sollte sich lieber zu ihrer großen Koalition bekennen, statt den GRÜNEN einen gezinkten schwarzen Peter zuzuschieben. Fakt ist: Die grünen Fraktionen im Ruhrgebiet, die zum Steag-Konsortium gehören, haben alle dem Ankauf zugestimmt, nachdem ihre Bedingungen durch einen Mehrheitsbeschluss bzw. durch einstimmigen Beschluss in den jeweiligen Städten zugestimmt worden war. Auch die Landtagsfraktion der GRÜNEN hat wesentlich daran mitgewirkt, durch eine Formulierung von Bedingungen die Grundlage für einen politischen Beschluss in den Ruhrgebietsstädten zu legen. Kommunale Energiebeteiligungen sollen nach Auffassung der GRÜNEN mithelfen, den Umbau der Energieversorgung ins Werk zu setzen – das war auch die schlichte Botschaft des Dortmunder Antrages, der dieselbe Linie wie die anderen grünen Begleitanträge im Ruhrgebiet verfolgte. Dass dazu ein kommunaler Energieerzeuger auf den Ausbau Erneuerbarer Energien setzen muss, das Fernwärmenetz ausbauen soll und seine Atombeteiligung aufgeben muss, galt in Dortmund als abseitig und nicht mehrheitsfähig, war in Bochum, Essen, Oberhausen, Duisburg aber mit der SPD mehrheitsfähig Die Äußerungen von Ernst Prüsse und Franz-Josef Drabig sagen darum viel über die Rolle der Dortmunder SPD im Ruhrgebiet und wenig über grüne Politik.“

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