GRÜNE Stadt der Zukunft

Stadtentwicklungspolitischer Kongress von Bündnis 90/Die GRÜNEN im Landtag NRW

Über zwei Drittel der Menschen weltweit werden 2050 in Städten leben. Drei von vier sind es heute schon heute in Deutschland. Grün, nachhaltig, gerecht und gemeinsam zum Wohle aller gestaltet – das ist unsere Vision einer lebenswerten und GRÜNEN Stadt der Zukunft.

Grüne Stadtpolitik heißt: schonend mit den Ressourcen umgehen und Energie sparen, die Innenstädte beleben und Wohnen bezahlbar halten, gute öffentliche Institutionen und grüne Räume für alle schaffen, Flächen schützen und nachhaltige Mobilität gestalten – das begreifen wir als politische Kernaufgaben. Wir wollen die Kommunen darin stärken, diese Herausforderungen gut geplant und mit einer schlüssigen Strategie anzugehen. Dabei setzen wir auf Bürgerbeteiligung und auf transparente Planungen von Anfang an.

Diese und andere Anforderungen wollen wir gemeinsam mit Ihnen/euch in im Rahmen dieser Tagung diskutieren und so eine Perspektive für einer lebenswerte und GRÜNE Städte der Zukunft entwerfen.

Freitag, 14.03.2014
Landtag NRW
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf

Die Einladung als pdf-Datei

Programm

11:00h Eintreffen

11:15h Begrüßung
Daniela Schneckenburger MdL, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende GRÜNE im Landtag NRW

„Starke Städte für ein starkes Land“
Dipl. Ing. Reiner Priggen MdL, Fraktionsvorsitzender GRÜNE im Landtag NRW

11:30h Keynote 1 „Herausforderungen an die GRÜNE Stadt der Zukunft“
Dr. Simone Peter, Bundesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Keynote 2 „Herausforderungen an die Stadtkonzepte der Zukunft“
Burkhard Drescher,
Geschäftsführer Innovation City Management GmbH

12:30h Mittagspause

13:30h Forum 1 „Mobile Stadt“
Rolf Beu MdL und Arndt Klocke MdL
Referenten:
Michael Adler, VCD
Peter London, MBWSV NRW (angefragt)
Die Zukunft der Mobilität ist vernetzt. Nutzen statt besitzen wird wichtiger. Je jünger und je städtischer die erwachsenen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind, desto eher wählen sie für ihren Reisezweck das jeweils optimale Verkehrsmittel aus. Dem Deutschen Mobilitätspanel zufolge hat sich der Anteil der PKW-Halter/-innen unter 30 Jahren von 1994 bis 2011 von 17% auf 7% verringert. Der leicht gestiegene Fahrradverkehrsanteil, die etwa Verzehnfachung des Car-Sharings in den letzten 15 Jahren und die kontinuierlich steigenden Fahrgastzahlen im ÖPNV dokumentieren diese Entwicklung. In Barcelona, Kopenhagen, London und an vielen Orten wird diese Dynamik aufgenommen und verstärkt für eine neue urbane Verkehrspolitik.

Forum 2 „Nachhaltige Stadt“
Mehrdad Mostofizadeh MdL
Referent:
Dr. Manfred Busch, Kämmerer der Stadt Bochum
Die Basis für eine handlungsfähige Stadt sind solide Finanzen. In NRW wurde ein weitreichender Konsolidierungsprozess im kommunalen Bereich eingeleitet. Eine Erhöhung der Landesmittel für die Kommunen, gezielte Förderung besonders notleidender Städte und Entlastungsmaßnahmen des Bundes sollten gepaart mit erheblichen Eigenanstrengungen der Kommunen zu einer Trendumkehr bei der Verschuldung führen und die Basis für eine Konsolidierung bilden. Diskutiert werden soll die Nachhaltigkeit dieses Ansatzes und der konkreten Maßnahmen.

Forum 3 „Grüne Stadt“
Daniela Schneckenburger MdL
ReferentInnen:
Franziska Eichstädt-Bohlig, Baustadträtin a.D.
Alexander Rychter, Verbandsdirektor VdW Rheinland-Westfalen
Rainer Stücker, Geschäftsführer Mieterverein Dortmund
Die Quartiere in den Städten sind die eigentlichen Lebensmittelpunkte von Menschen. Im Quartier entscheidet sich, wie klimagerecht, wie altengerecht, wie grün eine Stadt ist Klimawandel und demographischer Wandel stellen die Quartiere vor neue Herausforderungen. Wir wollen im Workshop die Frage diskutieren, wie die energetische Modernisierung des Bestandes in den Stadtquartieren so erfolgen kann, dass die soziale Balance in den Stadtquartieren erhalten bleibt.

Forum 4 „Digitale Stadt“
Matthi Bolte MdL
ReferentInnen:
Marc Altenburg, Lehrstuhl Stadtmanagement TU Cottbus
Der digitale Wandel birgt für die Städte ein enormes Entwicklungs- und Gestaltungspotenzial. Die politische Beteiligung der lokalen Zivilgesellschaft wird durch die Instrumente Open Data und Open Government gestärkt, denn politische Prozesse werden transparenter und Barrieren werden abgebaut. Dieser Öffnungsprozess kann ebenso neue Geschäftsmodelle und Innovationen fördern, die bisher weitgehend ungenutzt bleiben. In unseren Forum wollen wir die verschiedenen Chancen für die Stadtentwicklung durch die Digitalisierung diskutieren, um ein Leitbild der “Digitalen Stadt” zu entwickeln.

15:00h Kaffeepause

15:30h Forum 5 „Soziale Stadt“
Manuela Grochowiak-Schmieding MdL
ReferentInnen:
Wolfram Schneider, Stadtplaner Projekt „Soziale Stadt NRW“,
Mustafa Çetinkaya, Stabsstelle Kommunales Integrationszentrum Gelsenkirchen (KIGE) (angefragt)
Christine Vollmer, Behindertenbeauftragte Stadt Dortmund (angefragt)
Thomas Schulze auf´m Hofe, Sozialplaner Stadt Münster
Die Stadtgesellschaft muss der Vielfalt der menschlichen Lebenslagen und Bedürfnisse, d.h. verschiedenen Generationen, sozialen Situationen, Handicaps und kultureller Herkunft, gleichermaßen gerecht werden. Quartierskonzepte und eine integrierte ressortübergreifende Sozial- und Stadtplanung sind notwendig. Dies wollen wir auf der Grundlage der Erfahrungen mit der Programm Soziale Stadt NRW und von Quartierskonzepten zu neuen Wohn- und Unterstützungsformen diskutieren. Ziel ist für uns die Entwicklung der Städte und Gemeinden hin zu einem „Inklusiven Gemeinwesen“.

Forum 6 „Kinderfreundliche Stadt“
Andrea Asch MdL und Jutta Velte MdL
Referent:
Hans-Jürgen Schimke, Bürgermeister a.D.
Die Zielgruppe „Junge Familien“ ist bei der Ausweisung kommunaler Baugebiete hoch begehrt. Üblicherweise werben die Städte dabei mit guten Schulen und Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Gerne fällt auch mal ein Familienrabatt aufs Baugrundstück dabei ab, um die Steuerzahler und Nutzer der örtlichen Infrastruktur dauerhaft an den Ort zu binden. War’s das?
Der Frage, was unter einer kinder- und familienfreundlichen Stadt in einem weit umfassenderen Sinne zu verstehen ist, wollen wir in diesem Forum nachgehen: Was dürfen Kinder eigentlich von einer kinderfreundlichen Stadt erwarten?

Forum 7 Partizipation, Kreativwirtschaft und Stadtentwicklungspolitik
Martin-Sebastian Abel MdL
Input:
Vilim Brezina: „Horizontale Stadtentwicklung – Partizipation ist tot, es lebe die Gemeinschaft“
Referentinnen:
Svenja Noltemeyer, Büro für Möglichkeitsräume
Florian Artmann, die Urbanisten e.V.
Daniel Schnier, ZwischenZeitZentrale Bremen
Kreative Stadt – was braucht es dazu und wen? Wir wollen im Workshop über Chancen und Voraussetzungen aktivierender Stadtentwicklungspolitik und die Rolle der Kreativen sprechen. Dabei geht es um die Nutzung von Leerständen, Partizipation, Instrumente der Stadtpolitik und die Lage und Bedürfnisse der Kreativen

17:00h Podium Integrieren und Umbauen – Stadtpolitik heute.

Barbara Moritz, Fraktionsvorsitzende GRÜNE im Rat der Stadt Köln
Gisela Nacken, Planungsdezernentin der Stadt Aachen
Wolfgang Pieper, Bürgermeister der Stadt Telgte
Martin Tönnes, Bereichsleiter Planung des RVR (Regionalverband Ruhr)
Moderation: Daniela Schneckenburger MdL

18:00h Come together

Anmeldung:

An Mathias Wittmann per Mail mathias.wittmann@landtag.nrw.de. Bei Anreise mit dem PKW bitte für die Einfahrt in die Landtagsgarage ein Kennzeichen angeben. Für den Einlass in den Landtag bitte einen Ausweis und diese Einladung mitbringen.
Bitte aus den beiden Blöcken je einen Workshop angeben, der besucht werden möchte.

Wir bitten um Mitteilung, ob GebärdensprachdolmetscherInnen benötigt werden.

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