NRW ist und bleibt Vorreiter im Denkmalschutz

In den letzten Wochen hat es immer wieder Medienberichte über einen möglichen Rückzug der Landesregierung aus der Denkmalpflege gegeben. Dass diese Befürchtungen nicht greifen, zeigt nicht zuletzt der Haushalt 2013.Richtig ist: Die rot-grüne Landesregierung will und muss in vielen Bereichen sparen. Aber: Einen Kahlschlag wird es nicht geben.

Das Ziel der der Landesregierung, die Schuldenbremse bis 2020 einzuhalten,  hat Auswirkungen auf alle Bereiche. Auch bei der Denkmalpflege muss darum  geprüft werden,  welche Sparmöglichkeiten es gibt.   Im Haushalt 2013 ist darum eine Absenkung der Förderung der Denkmalpflege um 2 Mio. von bislang 11 Mio. Euro vorgenommen worden.Gleichzeitig werden aber die Zuwendungen für die Kofinanzierung von Bundesmitteln erhöht. Also wird es nach einer Berechnung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSW) eine tatsächliche Kürzung von lediglich 24.600 € geben. Insgesamt stehen Landesmittel von über 43. Mio Euro plus 8 Mio. Euro des Bundes zur Verfügung für den Erhalt und die Restaurierung der Bau- und Bodendenkmälern, sowie beweglichen Denkmäler.

Mit den UNESCO Weltkulturerbestätten  Kölner Dom, der Zeche Zollverein, dem Aachener Dom und den Brühler Schlössern Augustusburg und Falkenlust verfügt das Land NRW über ein reiches kulturelles Gut, das wir erhalten und pflegen wollen.  Darüber hinaus gibt es unzählige kleinere Gebäude und Bodendenkmäler, die besonders schützenswert sind. Die rot-grüne Landesregierung trägt diesem Umstand besonders durch die Aufstockung der städtischen Denkmalpflege Rechnung und wird es auch in den nächsten Jahren tun.

Das Land NRW zieht sich also nicht aus der Denkmalpflege zurück. Das gilt auch nicht für 2014 oder darüber hinaus. Die Spekulationen über einen Rückzug aus dem Denkmalschutz sind also nicht zutreffend, auch wenn auch hier Sparmöglichkeiten  geprüft werden. Eine Säule der rot-grünen Sparpolitik ist die Umstellung von Zuschüssen auf Darlehensmodelle, eine Prüfung, die auch für den Denkmalschutz stattfindet. Klar ist aber schon jetzt: Das kann aber nicht in allen Bereichen erfolgen.  Wir brauchen auch künftig unterschiedliche Wege,  um die Finanzierung der Pflege von historisch wichtigen Baudenkmälern zu sichern. Wir sind uns der Verantwortung für das kulturelle Erbe des Landes bewusst.

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