GM muss sich finanziell an Perspektiven für Bochum beteiligen

Zur Entscheidung des Aufsichtsrates, den Automobil-Standort Bochum Ende 2014 zu schließen, erklärt Daniela Schneckenburger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

„Die Schließung des traditionsreichen Automobilstandortes mit derzeit 3500 Beschäftigten bedeutet, dass viele Menschen in der Stadt und im Umland vor eine ungewisse Zukunft gestellt werden. Auch wenn die Entscheidung zuletzt absehbar war, ist das Aus für die Opel-Produktion in Bochum ein schwerer Schlag für die Beschäftigten, für die Stadt, aber auch die gesamte Region. Es ist das Ende einer Ära, in der Opel mit Bochum verbunden war und einen guten Teil seines Markenrenommees in Nordrhein-Westfalen auch aus der Verbundenheit mit dem Produktionsstandort Bochum bezogen hat.

Wir fordern GM auf, das abgegebene Versprechen, sich an der Erarbeitung einer Perspektive für Bochum aktiv und vor allem auch finanziell zu beteiligen, jetzt einzulösen. Die Glaubwürdigkeit der Marke Opel hängt davon ab, ob den Worten auch Taten folgen. Die von der Landesregierung begonnenen Gespräche zur Entwicklung der Perspektive Bochum 2022 müssen weitergeführt und von General Motors mit allen Mitteln unterstützt werden. Wir halten an der ,Perspektive 2022‘ mit dem Ziel fest, für Bochum und die Region Nachfolgearbeitsplätze auf den freiwerdenden Flächen zu ermöglichen. Das Unternehmen muss seine Verantwortung gegenüber der Region und den Menschen wahrnehmen, die ihrerseits jahrzehntelang verantwortungsvoll für das Unternehmen gearbeitet und so eine erfolgreiche Automobilproduktion ermöglicht haben.“

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